2001 eröffnete die Villa Esche ihre Türen als Begegnungsstätte für Wirtschaft, Kunst und Kultur. Sie gilt heute als renommiertes Veranstaltungs- und Konzertpodium, gefragte Tagungsstätte sowie erlesene Eventlocation und beherbergt ein Henry van de Velde gewidmetes Museum.
Hintergrund des heutigen Nutzungsgedankens ist ein Blick auf die Tradition und die Geschichte des Hauses: der Gedanke der Freundschaft zwischen Henry van de Velde, als einem der führenden Protagonisten des europäischen Kunstgeschehens, und der Familie Esche, als einer der bedeutendsten Chemnitzer Unternehmerfamilien.
Als Symbol der Industriekultur Sachsens nimmt die heutige Nutzung der Villa Esche konkreten Bezug auf die für Chemnitz äußerst fruchtbare und historisch quasi exemplarische Verbindung von Wirtschaft, Kunst und Kultur: Der einstige Auftraggeber Herbert Eugen Esche entstammte einer der erfolgreichsten Chemnitzer Unternehmerfamilien. Diese hinterließ zahlreiche, bedeutsame Spuren in Chemnitz.
Mit der kombinierten museal-kommerziellen Nutzung der Villa Esche wurde ein ungewöhnliches Modell für den Betrieb einer Kultureinrichtung in einem denkmalgeschützten Objekt gestartet: Eine Allianz von Firmen, Gesellschaften, Institutionen und Organisationen sowie vornehmlich privatwirtschaftliches und bürgerschaftliches Engagement gewährleistet seit 2001 den Erhalt, die öffentliche Nutzung und den Betrieb eines Baudenkmals der Klassischen Moderne in Deutschland und lässt ein einzigartiges Ensemble und Dokument des Schaffens Henry van de Veldes auf sensible und vielgestaltige Weise erlebbar werden.