Architektur Stadthalle Außenfassade
Stadthalle Chemnitz
Architektur & Kunstwerke

Architektur & Kunstwerke in der Stadthalle Chemnitz

Nicht nur kulturell, auch architektonisch hat die Stadthalle Chemnitz einiges zu bieten.

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Großes Foyer in der Stadthalle Chemnitz
Kunstwerke Stadthalle Orgel
Architektur Stadthalle Reliefs
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Architektur

Die typische Charakteristik des Architekturkomplexes Stadthalle/Hotelhochhaus dominierte über Jahre das Chemnitzer Stadtbild. Kreativer Kopf der funktionalen Synthese aus Kulturzentrum und Hotel war Chefarchitekt Rudolf Weißer.

An der Architektur der Stadthalle fasziniere, schreibt Kunsthistoriker Karl Brix, "die Plastizität der Teile, ihr harmonisches Verhältnis zueinander und der maßvolle Wechsel in der Gestaltung der Außenhaut durch Rochlitzer Porphyr, Sichtbetonstrukturen und Glas."
Markante Strukturen in der Außen- und in der Deckengestaltung

Bildhauer Hubert Schiefelbein entwarf die eindrucksvolle Außenhülle der Stadthalle aus Formsteinen. Die markanten Elemente aus Gips umspannen den Stadthallensaal und werden bei Einbruch der Dunkelheit beleuchtet.

Zwei Elemente der Innenarchitektur sind besonders markant: die von Gerhard Reppold entworfene charakteristische Strukturdecke und jenes Dreiecksraster, das die polygonale Raumstruktur ermöglichte.
 
Strukturdecke

 


Kunstwerke in der Stadthalle

So funktional der Bau der Stadthalle ist, so reizvoll ist auch ihre Ausstattung. Bauwerk, Kunsthandwerk und künstlerische Programme gehen in unserem Haus aufregende Wechselwirkungen ein. 

Architektur Stadthalle Tueren

Stahltüren am Großen Foyer

Bereits die fünf großen Stahltüren am Großen Foyer, die der Kunstschmied Achim Kühn aus Edelstahlblech gefertigt hat, fangen die Blicke neugieriger Besucher ein. Mit der Glasfront des Foyers bilden sie eine interessante Spannung.

Die Türen wurden in den Jahren 2015/2016 von der Kunstschlosserei (Atelier für Stahl- und Metallgestaltung Achim Kühn in Berlin) saniert. Sie setzen sich aus verschiedenen Metallen und Metalllegierungen zusammen, die z.B. mit Spezialverätzung oberflächengestaltet werden. Die Eingangsportale wurden durch den Chemnitzer Metallbau- und Schmiede Meisterbetrieb Steffen Seidel repariert und teilweise nach speziellen Konstruktionszeichnungen vom Urheber neu hergestellt.
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Großes Foyer in der Stadthalle Chemnitz
Architektur Stadthalle Wand
Architektur Stadthalle Wand

Säulen und Strukturen im Großen Foyer

Die Stahltüren führen ins Foyer des Großen Saales, wo Säulen den Wandelhallen-Charakter untermalen.

Die Wände dahinter sind Betonstrukturen von Hans Brockhage mit dem "Ausdruck erstarrten Holzes". Diese dekorative Sichtflächengestaltung besteht aus Beton und gerissenen Fichtenstämmen.
Architektur Stadthalle Galilei

Galilei-Plastik

Schließlich findet sich als Mittelpunkt der Lichthalle des Großen Foyers Fritz Cremers Plastik „Und sie bewegt sich doch! – Galilei“. Das 2,70 Meter hohe Kunstwerk aus Bronze greift das Historische auf und manifestiert so das immerwährende Grundprinzip der Veränderung: Nichts ist beständig, nicht die Historie, nicht die Welt, wie man sie sieht. 
Architektur Stadthalle Wandbilder
Architektur Stadthalle Reliefs
Architektur Stadthalle Reliefs

Wandbild und Reliefs

Horst Zickelbeins Wandbild „Die Befreiung der Wissenschaft durch die sozialistische Revolution“ - Acryl-Dispersionsfarbe auf 48 Gipskartonplatten - beeindruckt heute weniger durch die Programmatik - vielmehr imponiert die aufregende Farbgebung des Kunstwerks.

Auch der Kleine Saal hat künstlerische Begleitung: Im Kleinen Foyer befinden sich Christa Sammlers Reliefs, die das Erlebnis der Musik einfangen. Es handelt sich um 9 Figuren - 7 davon lebensgroß - aus Aluminiumguss der Kunstgießerei des Verbandes Bildender Künstler der DDR, Berlin.

Orgel

Als eine der größten in einem Profanbau ist die Orgel eine der künstlerischen Kostbarkeiten unseres Hauses. Von 1972 bis 1976 wurde sie im VEB Orgelbau Dresden, dem heutigen Orgelbau Jehmlich, konstruiert und vorgebaut. 1976 erfolgten der Einbau in die Stadthalle und die Einweihung durch die Orgelbauer.

Die vielfältigen Spielmöglichkeiten und verschiedenste Klänge können über vier Manuale, 67 Register und 5536 Pfeifen aus dem Instrument gelockt werden. Die kleinste Pfeife misst dabei gerade einmal 5 mm, während die größte stolze 7,50 m erreicht. Ein großes Fußpedal ergänzt das beeindruckende Tasteninstrument, das bei ausgewählten Sinfonie- und Weihnachtskonzerten, beim traditionellen Adventsprogramm sowie bei jährlich stattfindenden Orgelkonzerten gespielt wird und den Auftritten großer Organisten eine entsprechende Würde verleiht.
 
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Kunstwerke Stadthalle Orgel