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C³ Chemnitzer Veranstaltungszentren

Leichtbau mit Basalt- und Bambusfasern

15. März 2018

HÖRMANN Vehicle Engineering präsentiert zu mtex+ und LiMA am 29./30. Mai in Chemnitz Lösungen für den textilen Leichtbau in Schienenfahrzeugen

Die Massereduzierung ist ein Hauptkriterium bei der Konstruktion neuer bzw. der Überarbeitung bestehender Schienenfahrzeuge. Zukunftsweisende Lösungsansätze für diesen Bereich sind deshalb erneut ein Schwerpunkt-Thema auf der Internationalen Messe für Technische Textilien mtex+ und der Leichtbaumesse LiMA am 29./30. Mai 2018 in Chemnitz. Die Ingenieure der HÖRMANN Vehicle Engineering GmbH Chemnitz präsentieren Leistungen und Kompetenzen für eine leichtbaugerechte Gesamtfahrzeugentwicklung. Gemeinsam mit Partnern stellen sie den textilen Leichtbau im Schienenfahrzeugbereich in den Mittelpunkt ihrer Schau.
 
Die Besucher erwartet ein Zug mit realem Frontend und Türeinstieg sowie virtuellem Fahrwerk und Abteil. An diesen Elementen demonstriert HÖRMANN Vehicle Engineering Einsatzmöglichkeiten aktueller sowie zukünftiger Leichtbaumaterialien, -technologien und –produkte unter Verwendung von GFK, CFK, Basalt- oder Bambusfasern. Das Frontend aus glasfaserverstärktem Kunststoff (GFK) mit optimierten Wandstärken ist Teil einer Niederflurstraßenbahn, die die Chemnitzer Bahntechnik-Experten für einen Kunden in Taiwan entwickelt haben und dort auch die Fertigung des Fahrzeugs betreuten. Für das virtuelle Drehgestell wird eine CFK-Lösung vorgestellt, die im Vergleich mit Stahl zu einer Gewichtseinsparung um 30 Prozent führt. Im Fußboden kommen Aluminiumschaum-Sandwich-Paneele zum Einsatz. Der Türeinstieg besteht zum einen aus eingeführten Materialien wie GFK, zum anderen zeigt das Unternehmen zukunftsweisende Alternativen auf und nutzt für Verkleidungs- und Interieurbauteile Basalt- und Bambusfasern als Verstärkungsstruktur. „Die Besucher haben auf diese Weise den direkten Vergleich zwischen bewährten und neuen Leichtbau-Werkstoffen sowie deren Eigenschaften und Verarbeitungsmöglichkeiten. Mit Basalt bzw. Bambus setzen wir Fasern ein, die aus natürlichen bzw. nachwachsenden Rohstoffen gewonnen werden. Sie tragen nicht nur zur Gewichtseinsparung bei, sondern eignen sich aufgrund ihrer mechanischen und thermischen Eigenschaften sehr gut für den Einsatz als Verstärkungsfasern in Verbundwerkstoffen. Neben Verkleidungselementen haben wir diesen Nachweis auch für Strukturbauteile bereits erbracht. Für die Naturfasern spricht außerdem, dass auf den gesamten Produktlebenszyklus betrachtet ihre Nutzung zu einer besseren Ökobilanz führt als herkömmliche Werkstoffe“, benennt Dr. Volkmar Vogel, verantwortlich für Geschäftsentwicklung bei HÖRMANN Vehicle Engineering, wesentliche Vorteile der neuen Materialverbunde.
 
Das Unternehmen verfügt über umfangreiche Erfahrungen beim Gesamtfahrzeug-Engineering für den Schienen- und Straßenbereich und hat in jüngster Zeit sein Know-how für eine leichtbaugerechte Entwicklung kompletter Schienenfahrzeuge deutlich ausgebaut, wie bereits realisierte Projekte sowie Neuaufträge für renommierte Schienenfahrzeughersteller in Asien und Europa belegen. „Die Motivation dafür resultiert aus den Anforderungen unserer Kunden nach höherer Transportleistung, verbesserter Energieeffizienz, verringerten Transportzeiten und weiter steigendem Komfort. Leichtbau ist hier ein wesentlicher Schlüssel, um beispielsweise Gewichtsnachteile auszugleichen, die durch Hybridisierung entstehen, oder um die Hochgeschwindigkeitsbahnen der nächsten Generation schnell, sicher und komfortabel zu machen“, betont Dr. Vogel.
 
Die Chemnitzer Schienenfahrzeug-Experten bauen ihre Expertise bei Konstruktion, Berechnung und einbaugerechter Auslegung von Komponenten aus neuen Faserverbund-Werkstoffen mit Partnern weiter aus. Beispielsweise gibt es eine enge Zusammenarbeit mit der Technischen Universität Chemnitz und dem Fraunhofer-Institut für Werkzeugmaschinen und Umformtechnik IWU sowie den weiteren Partnern der Allianz Textiler Leichtbau, die auch durch eine räumlich enge Verbindung auf dem Messestand zu mtex+ und LiMA demonstriert wird.
 
Das Messeduo mtex+ und LiMA lädt am 29./30. Mai 2018 unter dem Motto „Exzellente Verbindungen: Technische Textilien treffen Leichtbau“ in die Messe Chemnitz ein. Während die mtex+ auf funktionalisierte und intelligente Textilien, digitalisierte Produktion, Verfahrens- und Prozessentwicklung, Textilveredlung, Verbundstoffe sowie Nachhaltigkeit und Recycling fokussiert, rückt die LiMA Leichtbauwerkstoffe und -produkte, Fertigungsverfahren und Fertigungstechnik sowie neueste Leichtbau-Entwicklungen aus der Forschung in den Mittelpunkt.
Thematische Schwerpunkte werden neben der Sonderschau zum Leichtbau im Bauwesen in weiteren Bereichen gesetzt. „flexible.protect“ ist der Titel einer erstmals stattfindenden Sonderschau zu Schutz- und Sicherheitstextilien. Fortgesetzt wird die bereits 2016 erfolgreiche Ausstellung „health.textil“ mit Medizin-, Gesundheits- und Wellnesstextilien, die um ein Dialogforum von Entscheidern aus Textilbranche und Gesundheitswirtschaft ergänzt wird.
Inspirationen für neue Ideen, Entwicklungen und Partnerschaften können sich die Besucher außerdem in der „Chemnitzer Ideenfabrik“ sowie bei Kooperationsbörsen mit internationalen Teilnehmern vorwiegend aus Osteuropa holen. Unter dem Slogan go textile! werden zudem die vielfältigen beruflichen Möglichkeiten auf den Zukunftsfeldern Technische Textilien und Leichtbau für Schüler, Studenten sowie Berufserfahrene aufgezeigt.
Bestandteil des Messeprogramms ist erneut die Chemnitzer Textiltechnik-Tagung, die am 28. und 29. Mai 2018 in der Messe Chemnitz stattfindet und zu der rund 300 Fachleute aus dem In- und Ausland erwartet werden. Auch sie schlägt thematisch die Brücke zwischen moderner Textilherstellung und vielfältigen Leichtbau-Anwendungen.

Pressekontakt:
Ina Reichel
Freie Journalistin
Tel.: 0371-7743510
E-Mail: inareichel@ma-reichel.de