Unterm Schutz von dichten Blättergründen

24. Februar 2021

#2 Künstlerische Wandgestaltung im Carlowitz Congresscenter Chemnitz // Interview mit der gebürtigen Chemnitzerin Katja Lang zu ihrem Kunstprojekt

Die zweite Künstlerin, die wir Ihnen heute im Rahmen der Reihe „Künstlerische Wandgestaltung im Carlowitz Congresscenter Chemnitz“ vorstellen möchten, stammt ebenfalls aus Chemnitz. Katja Lang ist Druckgrafikerin und hat die Garderoben im neuen Congresscenter gestaltet. Im Interview beschreibt sie ihr Kunstwerk.
 
Interview mit Katja Lang

 
1. Liebe Frau Lang, Sie haben die Garderoben im Carlowitz Congresscenter Chemnitz gestaltet. Was hat Sie an der Aufgabe gereizt?
 
Es war mir eine große Freude, die Garderoben im Carlowitz Congresscenter zu gestalten. Da ich als Druckgrafikerin vorwiegend im kleineren Format arbeite, hat es mich besonders gereizt, Radierungen in der vorgegebenen Größe von 7 Stück á 205 x 60 cm zu gestalten. Das war für mich eine Herausforderung und Experiment gleichermaßen. Die Grafiken wurden als Kaltnadelradierungen umgesetzt. Bei dieser Technik werden mit der Radiernadel ohne Einsatz von Säure Vertiefungen in die Zinkplatte eingebracht. Diese Technik fasziniert durch ihre Direktheit und Reduktion. Farbig ergänzt wird die Radierung durch dezente Aquarelltöne.
 
2. Die grundlegende Aufgabenstellung im Carlowitz lautete „Nachhaltigkeit“ künstlerisch umzusetzen und auch die Besucher durch die Kunst nachhaltig zu inspirieren. Welche Gestaltungsidee haben Sie umgesetzt?
 
Aufgabenstellung war es, „Nachhaltigkeit“ künstlerisch umzusetzen. Mein Entwurf für die Garderoben basierte dabei auf einer Radierung von mir aus dem Jahr 2008 o.g. Titels. Dargestellt ist ein einzelnes welkes Blatt, das für mich Sinnbild für den natürlichen Kreislauf des Lebens, für das Werden und Vergehen in der Natur als Voraussetzung für den Nachhaltigkeitsbegriff ist. Dabei ergeben die sieben Garderobenteile in der Summe das Bild eines Blattes und wirken natürlich, hoffe ich, auch für sich einzeln.
Über Katja Lang:
Katja Lang wurde 1968 in Karl-Marx-Stadt geboren und studierte Architektur an der TU Dresden. Außerdem absolvierte sie ein Meisterschülerstudium in Malerei/Grafik an der Hochschule für Bildende Künste Dresden bei Elke Hopfe. Seit 2016 lebt und arbeitet sie in Berlin und Chemnitz. Katja Lang hat u.a. in Chemnitz, Leipzig, Weimar und Frankfurt/Main ausgestellt.
 
Über das Kunstprojekt:

Das neue Carlowitz Congresscenter Chemnitz möchte nicht nur durch ein nachhaltiges Kongresskonzept punkten, sondern seine Gäste auch durch Kunst nachhaltig inspirieren. Die Räume des Congresscenters tragen lateinische Namen aus der Natur oder von Elementen von AQUA (Wasser) bis Ventus (Wind). Sie zahlen auf das architektonische Hauptthema der Innenarchitektur ein: Metamorphose – Atmosphäre Natur.
Für die Räume wurden kreative Gestaltungen der Wände, passend zu den jeweiligen Raumnamen, gesucht. Aus einer Ausschreibung für Kunstschaffende und Künstler wählte eine Jury fünf Künstler aus, die sich an der Ausgestaltung beteiligten, darunter: Peter Kallfels (Chemnitz), Janina Kracht (Dresden), Katja Lang (Chemnitz/Berlin), Michal Schmidt (Erfurt) und René Seifert (Plauen/Berlin).
 
Wir stellen die einzelnen Akteure in den kommenden Wochen vor. Den Auftakt machte der Chemnitzer Künstler Peter Kallfels. Das Interview lesen Sie hier:
www.carlowitz-congresscenter.de/kunst

 
Über das Carlowitz Congresscenter Chemnitz:

Ende 2020 öffnete das Carlowitz Congresscenter – das neue Zentrum für Wissen und Gewissen. Direkt an der Stadthalle Chemnitz im Herzen der Innenstadt gelegen, bietet es ein innovatives Ambiente für den kreativen Austausch und nachhaltige Begegnungen. Mit dem neuen Congresscenter erweiterte die
C³ Chemnitzer Veranstaltungszentren GmbH ihr Portfolio um eine weitere Spielstätte. Zum Unternehmen gehören fünf Eventlocation, darunter Stadthalle Chemnitz, Messe Chemnitz, Wasserschloß Klaffenbach, Stadion an der Gellertstraße und das Carlowitz Congresscenter Chemnitz.