Gelungene Premiere für neuen Industriemessen-Verbund

17. Mai 2014

Fast 5.000 Besucher beim ersten Chemnitzer Fachmessen-Mix SIT, mtex, LiMA und IT Anwenderforum

Mit einem deutlichen Votum für den neuen Industriemessen-Verbund der Messe Chemnitz sind heute (16. Mai 2014) die 1. Chemnitzer Fachmessen zu Ende gegangen. Nahezu 5.000 Besucher begutachteten die Produkte und Leistungen der über 300 Aussteller aus den Bereichen Fahrzeug- und Maschinenbau, Mobiltextilien, Metall- und Kunststofftechnik sowie IT, industrienahe Dienstleistungen und Forschung.
 
Aussteller und Besucher befürworteten einhellig die Bündelung der vorher getrennt ausgetragenen Veranstaltungen Sächsische Industrie- und Technologiemesse SIT, internationale Mobiltextilienschau mtex, Ausstellung für Leichtbau im Maschinen- und Anlagenbau LiMA und IT Anwenderforum. „Wir haben vielfach die Bestätigung erhalten, dass die Zusammenlegung die richtige Entscheidung war. Es ist gelungen, eine attraktive Ausstellung zu präsentieren, die mit zahlreichen Innovationen für Material- und Ressourceneffizienz branchenübergreifende Antworten auf aktuelle Herausforderungen der Wirtschaft gegeben und viele Fachbesucher angezogen hat“, zieht Michael Kynast, Geschäftsführer der C³ Chemnitzer Veranstaltungszentren GmbH, ein erstes Resümee.
 
Zu den herausragenden Innovationen der Chemnitzer Fachmessen gehörte das Projekt „Blue Train“, ein Leichtbau- und Fertigungskonzept für einen Hochgeschwindigkeitszug, dass die Entwickler von Voith Engineering Services Chemnitz und dem Fraunhofer IWU Chemnitz erstmals überhaupt der Öffentlichkeit präsentierten. Der Triebkopf besteht aus Aluminiumschaumverbund und ermöglicht eine Gewichtsersparnis von bis zu 30 Prozent gegenüber herkömmlichen Fahrzeugkonzepten.
Großes Interesse zogen ebenfalls neuartige Fördersysteme der TU Chemnitz auf sich, in denen Holzverbundwerkstoffe für weniger Gewicht und Energiebedarf bei gleicher Belastung sorgen. Gleiches galt für eine neue Wirkerei-Technologie der TU Dresden, mit der u. a. textile Heizelemente für E-Autos effizienter hergestellt werden können. Diese Entwicklung wurde mit dem erstmals vergebenen mtex-Innovationspreis ausgezeichnet.

Während an den ersten beiden Messetagen vorwiegend Fachbesucher die Chance zur Visite von Ausstellung und Fachprogramm nutzten, stand der letzte Messetag am 16. Mai 2014 ganz im Zeichen beruflicher Perspektiven. Schüler und Studenten hatten an diesem Tag freien Eintritt und konnten sich an den Ständen der Aussteller über Angebote für Jobs, Ausbildungsplätze, Praktika und Studienarbeiten informieren. Mehr als 100 Offerten waren bereits im Vorfeld auf den Internetportalen der Messe Chemnitz, der CWE Chemnitzer Wirtschaftsförderungs- und Entwicklungsgesellschaft sowie des TCC Technologie Centrum Chemnitz zu finden, die von Schülern und Studenten gut nachgefragt wurden.

Ausstellerstimmen
 
Pierre Seidel, Marketingmanager Niles-Simmons Industrieanlagen GmbH:
Als Unternehmen mit Hauptsitz in Chemnitz war es für uns selbstverständlich, bei den Fachmessen dabei zu sein. Wir nutzen die Schau nicht zuletzt deshalb, weil hier die Möglichkeit zum Rekruting von Fachkräften angeboten wird. Zukünftig kann man dieses Thema sicher weiter ausbauen, zum Beispiel in Kooperation mit dem Industrieverein Sachsen. Auch der Bereich Einkauf sollte künftig eine größere Rolle spielen. Es lohnt sich, über ein Fachsymposium nachzudenken, das Einkäufer und Anbieter zusammenführt.
 
Sabine Rabenhold, Marketing, Sitec Industrietechnologie GmbH:
Die Zusammenlegung der vorher getrennten Messen ist sehr positiv zu werten. Damit wird die wirtschaftliche Leistungskraft der Region in einer Breite dargestellt, die vorher nicht gegeben war, und eine gute Möglichkeit zum Netzwerken geboten. Um noch mehr Aufmerksamkeit zu erzeugen, wäre es wünschenswert, dass sich auch Großkonzerne aus der Automobilindustrie und deren Zulieferbereich auf den Messen präsentieren.
 
Holger Wandelt, Geschäftsführer, Coreku GmbH & Co. KG:
Wir sind mit unserem ersten Messeauftritt überhaupt mehr als zufrieden. Für unsere Dienstleistung, das Beschriften von Maschinen und Anlagen mit Laser, haben sich außerordentlich viele Besucher interessiert. Es ist sehr wahrscheinlich, dass wir viele Neukunden gewinnen werden. Wir haben bereits am Stand technische Lösungen im Detail besprochen und werden nächste Woche erste Prototypen bearbeiten. Auch konnten wir dank des branchenübergreifenden Messekonzepts Bedarf für Beschriftung im Bereich der Technischen Textilien eruieren. Wir werden in zwei Jahren sicher wieder mit dabei sein.

Dirk Beyreuther, Kundendienstleiter, apikal Anlagenbau GmbH:
Unser Ziel war es, apikal als Anbieter im Bereich Druckluftanlagen noch bekannter zu machen. Das ist gelungen, nicht zuletzt auch deshalb, weil wir den Messeauftritt gut geplant haben. Dass wir dafür sogar den Messepreis Chempion gewinnen konnten, hat uns sehr gefreut. Wir können nur jedem sagen: Es lohnt sich, eine Messepräsentation akribisch vorzubereiten.
Ein weiterer positiver Effekt war, viele Branchen unter einem Dach zu finden. Da wir mit unseren Leistungen sozusagen überall drin sind, haben wir viele interessante Kontakte geknüpft.
 
Andreas Ludwig, Geschäftsführer Thorey Gera Textilveredelung GmbH:
Die mtex hat sich für uns in jeder Hinsicht gelohnt. Wir konnten sowohl Stammkunden begrüßen als auch neue Kontakte herstellen. Das kombinierte Fachmessen-Quartett machte es möglich, auch Unternehmen anderer Branchen kennenzulernen. Wir hatten beispielsweise gute Gespräche mit Vertretern aus dem Maschinenbau und der Papierindustrie. So etwas hilft, eine gewisse Betriebsblindheit zu überwinden.
 
Ronald Gerbeth, Verkaufsleiter, Zwickauer Kammgarn GmbH:
Von der Qualität der Kontakte auf der diesjährigen mtex waren wir angenehm überrascht. Unter anderem konnten wir Gäste aus Süddeutschland und aus Österreich begrüßen. Beim Fachkräftetag interessierten sich auch Schüler und Studenten für unser Unternehmen. Da die Messe ganz in der Nähe unseres Firmensitzes stattfand, konnten wir mit relativ geringem Aufwand ein sehr gutes Ergebnis erreichen. Ein Lob gilt der professionellen Organisation der Fachmessen insgesamt.  Beim nächsten Mal hoffen wir auf noch mehr Präsenz von Automobilzulieferern.
 
Alexander Hoffmann, Geschäftsführer ARC Solutions GmbH:
Wir haben interessante Gespräche sowohl mit Besuchern als auch Mitaustellern geführt und bei den Vorträgen des IT Anwenderforums guten Besuch gehabt. Wir wollten vor allem Konstrukteure ansprechen. Diese Gruppe war aber noch zu wenig vertreten. Hier müssen wir gemeinsam mit der Messe überlegen, wie wir dieses Thema zukünftig angehen.
 
Mario Eiselt, Vertriebsleiter, ibes AG:
Vor allem an den ersten beiden Messetagen hatten wir gute Kontakte. Das liegt auch am neuen Messekonzept, das ein Kennenlernen anderer Branchen und Unternehmen ermöglicht. Wir konnten ganz neue Besuchergruppen bei uns begrüßen.