Französische Oldtimer und militärhistorische Fahrzeuge im Mittelpunkt

09. Mai 2014

7. Chemnitzer Messe für Old- und Youngtimer lädt am 10. und 11. Mai 2014 in die Messe Chemnitz ein

Zwei Sonderschauen dominieren die 7. Messe für Old- und Youngtimer am 10. und 11. Mai 2014 in der Messe Chemnitz.  Ostdeutschlands älteste Veranstaltung dieser Art rückt zum einen Frankreich und seine Oldtimer in den Mittelpunkt des Geschehens, zum anderen wird die Fangemeinde militärhistorischer Fahrzeuge auf ihre Kosten kommen.
 
„Nachdem wir in den vergangenen Jahren u. a. mit amerikanischen Straßenkreuzern, einer Filmauto-Schau oder mit einer Reise durch 125 Jahre Mercedes-Benz-Pkw viele Interessenten anziehen konnten, wollen wir in diesem Jahr mit den beiden thematisch doch sehr unterschiedlichen Sonderausstellungen ebenso wieder ein vielfältiges Publikum gewinnen“, sagt Michael Kynast, Geschäftsführer der C³ Chemnitzer Veranstaltungszentren GmbH.
 
In der Sonderschau „Frankreich und seine Oldtimer“ werden historische Fahrzeuge der bekannten Marken Citroën, Peugeot und Renault dominieren. Zu sehen sein wird ein Citroën C6 aus dem Jahr 1928 mit Ganzstahlkarosserie und Bremskraftverstärker, gebaut nach einer Lizenz von Henry Ford. Ein von nur 1000 Stück gebauten Citroën 15CV von 1954 ist ebenfalls in der Schau dabei. Aus der „Göttinnen-Reihe“ Citroën DS (la Déesse = die Göttin) wird ein Kombi von 1970 gezeigt. Das Fahrzeug gilt als das erste in Serie gebaute Auto mit Scheibenbremsen und hydraulischer Federung. Zu den Raritäten zählt der als Schulbus genutzte HY, ein Sondermodell aus der H-Reihe von Citroën, dem wellblech-beplankten Kleintransporter. Aus der Renault-Palette werden ein Juvaquatre von 1948 sowie ein R5 TS von 1984 zu sehen sein. Die Marke Peugeot stellt das älteste Fahrzeug dieser Sonderschau, einen 190 S von 1926 mit einer Spezialkarosserie „Torpedo Commercial“. Dazu gesellt sich eine 305 GLD Limousine, ein DDR-Importfahrzeug von 1979.
 
Passend zu den französischen Oldtimern wird französische Lebensart zelebriert. Als Partner dafür hat die Messe die Deutsch-Französische Gesellschaft Chemnitz e. V. gewonnen. „Ein Anliegen unserer Gesellschaft, die bereits seit 1990 besteht, ist es, die Vernetzung von Chemnitz und Frankreich – vor allem mit der Partnerstadt Mulhouse – zu unterstützen und gleichzeitig eine Anlaufstelle für Bürgerinnen und Bürger, die sich für Frankreich, die französische Sprache und Kultur interessieren, zu sein. Auf der Messe werden wir über das Herkunftsland der Oldtimer informieren, kleine kulinarische Kostproben aus Frankreich anbieten und eine musikalische Darbietung von französischen Chansons organisieren“, sagt Martin Bauch, Vorsitzender der Gesellschaft. Er verweist auf die lange deutsch-französische Tradition von Chemnitz gerade im Bereich der Technik und Industrie. Prominentes Beispiel dafür ist der Lokomotivenkönig Richard Hartmann, der aus dem Elsass nach Chemnitz kam und hier seine Betriebe gründete. „Diese enge Verknüpfung unserer Region mit Frankreich – die bereits seit den Napoleonischen Kriegen besteht – möchten wir den Chemnitzerinnen und Chemnitzern wieder näher bringen, und gerade hier ist die Oldtimer-Messe eine ideale Plattform, die wir gern mit beleben möchten“, so Martin Bauch.

Der zweite Ausstellungsschwerpunkt spricht Freunde militärhistorischer Fahrzeuge an. Partner hierfür sind die Bundeswehr sowie deren Reservistenverband und die Kamenzer Oldtimerfreunde. Die Arbeitsgemeinschaft Militärhistorische Fahrzeuge und Sammlungen der Reservistenkameradschaft Leipzig-Leutzsch stellt Geländewagen der Typen Munga, Iltis und Landrover sowie einen VW Passat Schrägheck vor, der als Kommandeursfahrzeug genutzt wurde. Außerdem wird über Ziele, Inhalte und Struktur des Bundeswehr-Reservistenverbandes informiert.
Die Kamenzer Oldtimerfreunde bringen einen kleinen Fuhrpark ehemaliger NVA-Fahrzeuge nach Chemnitz. Dazu gehören Robur LO, Trabant-Kübel, ein russischer UAZ-Geländewagen, Motorräder sowie diverses Zubehör.
 
Darüber hinaus sind Oldtimerrestauratoren, Fahrzeug-  und Zubehörhändler aus ganz Deutschland vertreten. Eine der weitesten Anreisen hat das Oldtimerhaus Claus Mirbach aus Hamburg, das nach 2013 bereits zum zweiten Mal nach Chemnitz kommt.
 
Ebenso präsentieren sich die zahlreichen Technikmuseen, Clubs und Vereine  aus Sachsen. Die Eisenbahnfreunde Chemnitztal e. V. zeigen u. a. einen Robur LO 2500 Pritschenwagen, der für den VEB Kohlehandel im Einsatz war. Das Fahrzeugmuseum Chemnitz kommt mit einem Jawa-Motorrad sowie einem interaktiven Fahrschulmotorrad. Zur Präsentation des Fördervereins Industriemuseum Chemnitz gehört ein DKW F5 Reichsklasse Cabrio Limousine von 1935.
 
Filme, Vorträge, Präsentationen von Fahrzeugbesonderheiten sowie Sachverständigenbewertungen ergänzen die Schau in und vor der Halle.
 
Alle Besucher, die mit einem Oldtimer anreisen, können kostenfrei direkt vor der Messehalle 1 parken.
 
Die Messe hat am 10. Mai von 10 bis 18 Uhr und am 11. Mai von 10 bis 17 Uhr geöffnet. Die Tageskarte kostet 7,50 Euro, ermäßigt 6,00 Euro. Kinder bis sechs Jahre in Begleitung Erwachsener haben freien Zutritt.

Pressekontakt:
Ina Reichel
Freie Journalistin
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