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Der Carlowitz-Dialog

Vorträge und Lesungen rund ums Thema "Nachhaltigkeit"

Mit der regelmäßigen Vortrags- und Diskussionsreihe "Carlowitz-Dialog" möchten wir die Carlowitz-Ansätze für nachhaltiges Handeln weiterdenken und im praktischen Handeln der heutigen Zeit verankern.  Die kostenfreie, öffentliche Vortragsserie findet ca. vier-bis sechsmal pro Jahr an einem Dienstagabend im Congresscenter statt.
Carlowitz Dialog im Carlowitz Congresscenter Chemnitz

Aktuelle Veranstaltung

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Raphaele Polak - Die Nachhaltigkeitsstrategie des Freistaates Sachsen – Fortschreibung, Handlungsfelder und Aktivitäten

Wo: Stadthalle Chemnitz, Großes Foyer
Wann: Dienstag, 2. April 2019 von 18:00 Uhr - 19:30 Uhr
Eintritt frei, Obulus erwünscht


Für die Sächsische Staatsregierung ist Nachhaltigkeit ein Leitprinzip der Politik und grundlegendes Ziel des Regierungshandelns. Die fortgeschriebene Nachhaltigkeitsstrategie für den Freistaat Sachsen wurde im November 2018 beschlossen. Ausgehend von den globalen Nachhaltigkeitszielen der Vereinten Nationen (Agenda 2030) aus dem Jahr 2015 wurden neun Handlungsfelder für die Landesregierung abgeleitet. Diese vereinen vielfältige Themenschwerpunkt, angefangen von Bildung und Wissenschaft, öffentlichen Finanzen über Umweltschutz, Energie und Klima bis hin zu Fachkräften, Gesundheit oder gesellschaftlichem Zusammenhalt. Aufgrund eines umfangreichen Beteiligungsprozesses konnten zahlreiche Hinweise von Bürgerinnen und Bürgern, Verbänden, Unternehmen und Institutionen in die Strategie einfließen. Vorgestellt werden der Entstehungsprozess der Nachhaltigkeitsstrategie und ausgewählte Schwerpunkte, Herausforderungen und Ziele für die Landesregierung.

Vergangene Veranstaltungen


 

Georg Schirmbeck

Dr. Michael Paul

Patricia Gualinga Montalvo und Grupo Sal

Prof. Dr. Dr. Stefan Brunnhuber

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Der Wald im Klimawandel

Die fortschreitende Klimaerwärmung ist heute offensichtlich. Welche Dynamik die Auswirkungen des Klimawandels für den Wald bekommen können, haben Waldbesitzende und Forstleute das letzte Jahr deutlich gespürt. Die Schäden in den Wäldern übertreffen in vielen Regionen Deutschlands die Schäden, die das erste Waldsterben vor 35 Jahren forderte. Wenn sich die Prognosen bestätigen könnte sich 2019 dieses Szenario nahtlos fortsetzen.

Die Forstwirtschaft stellt sie sich der Jahrhundertaufgabe und darf nichts unversucht lassen, um den Wald, die Gesellschaft und das Klima zu retten. Das erfordert umfangreiches Fachwissen, waldbauliches Geschick und Geduld. Dafür benötigen wir qualifiziertes Personal, auskömmliche Rahmenbedingungen und eine engagierte Politik. Und wir müssen uns stärker mit den globalen Akteuren vernetzen. Die Forstwirtschaft von heute steht vor vergleichbar großen Herausforderungen, wie Carlowitz seinerzeit. Und sie stellt sich wie Carlowitz damals der Herausforderung in Verantwortung für die Gesellschaft.

Dienstag, 5. März 2019
 
Carlowitz Dialog in der Stadthalle Chemnitz mit Haral Welzer

Wismut GmbH / Stand und Perspektiven der Sanierungstätigkeit der Wismut GmbH in Sachsen und Thüringen

Der zwischen 1946 und 1990 in Sachsen und Thüringen in großem Stile betriebene Uranerzbergbau stellt ein besonderes Kapitel der jüngsten deutschen Bergbaugeschichte dar. Gewinnung und Aufbereitung radioaktiver Erze in dicht besiedeltem Gebiet zogen einen enormen Flächenverbrauch ohne Beachtung der sich ergebenden ökonomischen und ökologischen Konsequenzen nach sich. Es kam zu großflächigen Landschaftsveränderungen mit teils extremen Devastierungen und erheblichen radioaktiven sowie konventionellen Kontaminationen von Böden, Grund- und Oberflächenwässern. Seit 1991 ist die Wismut GmbH durch Bundesgesetz mit der Stilllegung und Sanierung der Wismut-Bergbauhinterlassenschaften beauftragt. Der Vortrag vermittelt einen Einblick in die Ergebnisse dieses weltweit einmaligen Umweltsanierungsprojektes und diskutiert die Herausforderungen bei der Vorbereitung und Umsetzung nachhaltiger Sanierungslösungen.

Dr. Michael Paul ist Geowissenschaftler und mit dem Sanierungsgeschehen in der Wismut-Region durch langjährige Tätigkeit bestens vertraut. Seit 2018 ist er Mitglied der Geschäftsführung der Wismut GmbH.

Dienstag, 13. November 2018
 
Carlowitz-Dialog in der Stadthalle Chemnitz

Die Welt im Zenit

„Während andere aufgeben mussten, wird Sarayaku niemals aufgeben“, verkündete Patricia Gualinga, die ehemalige Sprecherin der indigenen Kichwa-Gemeinde Sarayaku in einem Gespräch mit Amazon Watch im Jahre 2013.

Die Gemeinde führt seit Langem einen erfolgreichen Kampf gegen das Eindringen in ihr Territorium durch internationale Ölkonzerne für die Gewinnung von Öl, Gas und Mineralien und erlangte so weltweite Bekanntheit.

Mit den Erzählungen und Berichten von Patricia Gualinga und der leidenschaftlichen Musik von Grupo Sal kommt eine einzigartige Collage zusammen, die informiert, hinterfragt, zur Diskussion anregt, berührt und bewegt.

Die Moderatorin und Übersetzerin Isabella Radhuber gestaltet durch ihre eigene Perspektive, ihr fundiertes Fachwissen und weitreichenden Erfahrungen, das Programm mit. Ihr politischer und fachlicher Input bereichert die Debatte, die auch interaktive Elemente mit dem Publikum beinhalten darf.

Mittwoch, 31. Oktober 2018
 
Carlowitz-Dialog in der Stadthalle Chemnitz

Wie finanzieren wir unsere Zukunft?

Im September 2015 wurden in New York die Nachhaltigkeitsziele der UN beschlossen, die sogenannten Sustainability Developments Goals (SDG’s).

Um alle sozialen und ökologischen Projekte weltweit zu finanzieren, brauchen wir enorme Kapitalmengen. Unser jetziges Währungssystem und die klassische Umverteilungsdebatte können das alleine nicht leisten. Wir brauchen daher eine parallele, optionale Währung für die SDGs. Dies lässt sich schnell und zielgerichtet umsetzen und ist relativ billig. Zudem hätte es einen konjunkturstabilisierenden, anti-inflationären und resilienten Einfluss auf unser Handels- und Bezahlungssystem.

Dafür muss man sich aber zunächst auf eine völlig neue Denkweise einlassen, wie sich ein finanzielles Wirtschaftssystem schaffen lässt, welches die Welt zu einem besseren Ort macht. Der Vortrag stellt dieses Konzept vor und zeigt wie wir unsere Zukunft finanzieren können.

Dienstag, 9. Oktober 2018

Prof. Dr. Harald Welzer

Michael Müller (Bundesvorsitzender NaturFreunde)

Christian Felber

Carlowitz Dialog in der Stadthalle Chemnitz mit Haral Welzer

Zukunftsbilder der Nachhaltigkeit - Über die Attraktivität der nächsten Moderne

Prof. Dr. Harald Welzer, geb. 27. Juli 1958 in Bissendorf bei Hannover, Gründer von „Futurzwei. Stiftung Zukunftsfähigkeit“, die sich für alternative Lebensstile und Wirtschaftsformen engagiert. Seit 2012 Professor Transformationsdesign an der Europa-Universität Flensburg und Gastprofessor Sozialpsychologie an der Universität St. Gallen.

„Ich halt es für die Pflicht von Wissenschaftlern, nicht im Elfenbeinturm zu sitzen, sondern die Diskussionen der Gesellschaft mitzugestalten.“ Harald Welzer

Dienstag, 17. April 2018
 

Nachhaltigkeit der menschliche Standard

Michael Müller, Jahrgang 1948, ist seit 1995 Bundesvorsitzender der NaturFreunde Deutschlands.
1983 bis 2009 war er für die SPD im Bundestag und von 2005 bis 2009 Staatssekretär beim Bundesminister für Umwelt.

Michael Müller setzt sich ein für die sozialökologische Transformation: „Es wird kein gutes Leben für alle geben, wenn es nicht zur Verbindung sozialer und ökologischer Gerechtigkeit kommt. Das ist mein Ziel und das der NaturFreunde, dafür setzen wir uns ein.“

Dienstag, 13. März 2018
 
Carlowitz-Dialog in der Stadthalle Chemnitz

Gemeinwohlökonomie - Ein Wirtschaftsmodell mit Zukunft

Eine demokratische Initiative wächst. Die "Gemeinwohl-Ökonomie" - ein alternatives Wirtschaftsmodell nach Christian Felber - beruht, wie eine Marktwirtschaft, auf privaten Unternehmen und individueller Initiative. Jedoch streben die Betriebe nicht in Konkurrenz zueinander nach Finanzgewinn, sondern sie kooperieren mit dem Ziel des größtmöglichen Gemeinwohls. Christian Felber und sein Team versuchen mit Publikationen, Vorträgen und zivilgesellschaftlicher Arbeit Grundwerte in der Gesellschaft zu stärken und diese demokratischer, solidarischer, nachhaltiger und verantwortungsvoller sowie insgesamt achtsamer zu machen.

Dienstag, 19. September 2017