Radix
Kunst im
Carlowitz Congresscenter
Chemnitz

Kunst im Carlowitz Congresscenter Chemnitz

Aqua René Seifert

Aqua

Art: Acrylfarbe, Lack auf Aluminium
Künstler: René Seifert, Berlin
Jahr: 2020
Radix Peter Kallfels

Radix

Art: Mischtechnik auf Aluminium
Künstler: Peter Kallfels, Chemnitz 
Jahr: 2020 
"Wer mich und meine Malerei kennt, weiß, dass in meinen Werken die Farbe Rot eine dominierende Rolle einnimmt. Im RADIX ist im kreativen Prozess ein vielschichtiges Bild entstanden, welches je nach Einfall des Lichtes in wunderbaren Rottönen und -Nuancen leuchtet."
Peter Kallfels
1. Lieber Herr Kallfels, was hat Sie an der Aufgabe gereizt?
 
Als Chemnitzer Künstler war es für mich ein sehr spannendes Projekt, meine künstlerische Handschrift auch im neuen Congresscenter zu verewigen. In meiner Familie gibt es auch eine
besondere Verbindung zu dem Gebäudekomplex, denn mein Schwiegervater Siegfried Krieger hat im damaligen Architekten-Team beim Bau der Stadthalle Chemnitz mitgewirkt. Ich war deshalb sehr erfreut, an diesem Wettbewerb teilnehmen zu dürfen.
 
2. Sie haben die Wand im Raum RADIX gestaltet. Welche Idee steckt hinter Ihrem Kunstwerk bzw. wie haben Sie es umgesetzt?
 
Für den Wettbewerb habe ich Vorschläge für die drei Tagungsräume im Erdgeschoss eingereicht. Letztlich ist die Auswahl auf die Gestaltung des Raumes RADIX gefallen, welche auch mein persönlicher Favorit war. Hier galt es, die Wandfläche zu gestalten, welche die Lüftungs- und Versorgungskanäle verdeckt. Der Untergrund sind Lochbleche aus Aluminium. Das war auch die besondere Herausforderung für mich, denn auf solch einem Untergrund arbeite ich für gewöhnlich nicht. Das Werk besteht insgesamt aus sieben Lochblechen.
 
 
Für mich war es extrem spannend, wie Farben in dieser Form und Darstellung wirken. Die Fernwirkung ist wichtig und unheimlich schwer zu erzielen. Beim Motiv wollte ich nichts Abstraktes oder Willkürliches gestalten. RADIX bezeichnet im Lateinischen die Wurzel und so bin ich bei der klaren Darstellung von Baumwurzeln geblieben. Gleichzeitig ist es eine schöne Anbindung an den „Versteinerten Wald“ im Chemnitzer Museum für Naturkunde. Allerdings sollte meine Handschrift eindeutig erkennbar sein. Wer mich und meine Malerei kennt, weiß, dass in meinen Werken die Farbe Rot eine dominierende Rolle einnimmt. Im RADIX ist im kreativen Prozess ein vielschichtiges Bild entstanden, welches je nach Einfall des Lichtes in wunderbaren Rottönen und -Nuancen leuchtet.
 

 
Über Peter Kallfels:
Peter Kallfels wurde 1960 in Bremen geboren und studierte Kunst an der Hochschule für Kunst und Musik in Bremen bei Professor Karl Heinrich Greune. 1988 reiste er für einen Studienaufenthalt in die USA. Seit 1985 ist Peter Kallfels Mitglied der Bremer Literaturgruppe. 1992 gründete er den Lichthausverein Bremen mit. Fünf Jahre später zog Peter Kallfels nach Chemnitz um und ist seit 1999 Mitglied des Vereins Kunst für Chemnitz. Peter Kallfels hat in Berlin, Bremen, Chemnitz und München, aber auch in New York, Mulhouse, Tokio, Tel Aviv und Basel ausgestellt.
 
Terra Janina Kracht

Terra

Art: Malerei, Mischtechnik 
Künstlerin: Janina Kracht, Dresden 
Jahr: 2020 
"Die farbige Gestaltung auf Holzpaneelen für den Tagungsraum TERRA ist eine abstrahierte Komposition, die in ihrer waagerechten Struktur Erdschichten in farblich abgesetzten Flächen darstellt. Inspiriert durch Darstellungen von Erdschichten, Ablagerungen verschiedener Segmente entwickelte ich eine abstrakte Komposition in erdnahen Farbtönen."
Peter Kallfels
1. Sie haben die Wand im Raum TERRA gestaltet. Welche Idee steckt hinter Ihrem Kunstwerk bzw. wie haben Sie es umgesetzt?
 
Die farbige Gestaltung auf Holzpaneelen für den Tagungsraum TERRA ist eine abstrahierte Komposition, die in ihrer waagerechten Struktur Erdschichten in farblich abgesetzten Flächen darstellt. Inspiriert durch Darstellungen von Erdschichten, Ablagerungen verschiedener Segmente entwickelte ich eine abstrakte Komposition in erdnahen Farbtönen. Ergänzt durch in der Natur vorkommende senkrechte Brüche, Verschiebungen entstehen interessante neue Strukturen. Dieses Prinzip greift die Gestaltung auf und stellt somit ein abstraktes Bild eines Bodenquerschnitts dar. Filigrane Silberlinien durchziehen die Struktur zur grafischen Gliederung wie auch als Hinweis auf die Silbergewinnung im nahen Erzgebirge. Der Wechsel von monochrom dichten Farbflächen und locker farbig, aquarellartigen Details zeigt die Unterschiedlichkeit und Vielfalt von Erdschichten in ihrer Anordnung im Boden. Die Farbflächen unterscheiden sich in Farbauftrag und -dichte und symbolisieren damit unterschiedliche Zusammensetzungen aus verschiedenen Materialien wie Sand, Erde, Steine etc.
Die Gestaltung TERRA ist eine freie künstlerische Umsetzung typischer geologischer Gegebenheiten und symbolisiert eine Natur- und Erdverbundenheit, die sich in die Gesamtkonzeption des Congresscenter einfügt.
 
2. Ist es Ihr erstes Projekt in Chemnitz oder haben Sie bereit ähnliche Projekte in Chemnitz umgesetzt?
 
In Chemnitz ist es mein erstes derartiges Projekt. In Dresden und Bautzen wurden schon andere Kunst-am-Bau-Projekte von mir verwirklicht.

3. Mit welchen Materialien wurde es umgesetzt?
 
Die Gestaltung wurde mit Acrylfarben in Schablonentechnik ausgeführt. In nuancenreichen Farbschichtungen entstand die horizontalen Strukturen, die mit filigranen Silberlinien beton abgegrenzt werden. Die gesamte Gestaltung ist mit einer Schutzschicht aus Acryllack versiegelt.
Garderoben Katja Lang

Carlowitz-Foyer Garderoben

Name des Kunstwerks:  Unterm Schutz von dichten Blättergründen  
Art:  Radierung und Aquarell  
Künstlerin:  Katja Lang, Berlin/Chemnitz
Jahr:  2020 
"Dargestellt ist ein einzelnes welkes Blatt, das für mich Sinnbild für den natürlichen Kreislauf des Lebens, für das Werden und Vergehen in der Natur als Voraussetzung für den Nachhaltigkeitsbegriff ist. Dabei ergeben die sieben Garderobenteile in der Summe das Bild eines Blattes und wirken natürlich auch für sich einzeln."
 
Katja Lang
Liebe Frau Lang, Sie haben die Garderoben im Carlowitz Congresscenter Chemnitz gestaltet. Was hat Sie an der Aufgabe gereizt?

Es war mir eine große Freude, die Garderoben im Carlowitz Congresscenter zu gestalten. Da ich als Druckgrafikerin vorwiegend im kleineren Format arbeite, hat es mich besonders gereizt, Radierungen in der vorgegebenen Größe von 7 Stück á 205 x 60 cm zu gestalten. Das war für mich eine Herausforderung und Experiment gleichermaßen. Die Grafiken wurden als Kaltnadelradierungen umgesetzt. Bei dieser Technik werden mit der Radiernadel ohne Einsatz von Säure Vertiefungen in die Zinkplatte eingebracht. Diese Technik fasziniert durch ihre Direktheit und Reduktion. Farbig ergänzt wird die Radierung durch dezente Aquarelltöne.
 
Die grundlegende Aufgabenstellung im Carlowitz lautete „Nachhaltigkeit“ künstlerisch umzusetzen und auch die Besucher durch die Kunst nachhaltig zu inspirieren. Welche Gestaltungsidee haben Sie umgesetzt?
 
Aufgabenstellung war es, „Nachhaltigkeit“ künstlerisch umzusetzen. Mein Entwurf für die Garderoben basierte dabei auf einer Radierung von mir aus dem Jahr 2008 o.g. Titels. Dargestellt ist ein einzelnes welkes Blatt, das für mich Sinnbild für den natürlichen Kreislauf des Lebens, für das Werden und Vergehen in der Natur als Voraussetzung für den Nachhaltigkeitsbegriff ist. Dabei ergeben die sieben Garderobenteile in der Summe das Bild eines Blattes und wirken natürlich, hoffe ich, auch für sich einzeln.

Über Katja Lang:
Katja Lang wurde 1968 in Karl-Marx-Stadt geboren und studierte Architektur an der TU Dresden. Außerdem absolvierte sie ein Meisterschülerstudium in Malerei/Grafik an der Hochschule für Bildende Künste Dresden bei Elke Hopfe. Seit 2016 lebt und arbeitet sie in Berlin und Chemnitz. Katja Lang hat u.a. in Chemnitz, Leipzig, Weimar und Frankfurt/Main ausgestellt.

 

Phoenix Michal Schmidt

Carlowitz-Foyer Sanitärbereich

Name des Kunstwerks:  Phoenix 
Künstler:  Michal Schmidt, Erfurt  
Jahr:  2020 
Silva-Foyer René Seifert

Silva-Foyer

Name des Kunstwerks: SILVA 
Künstler:  René Seifert, Plauen/Berlin 
Jahr:  2020  
Reliefs von Christa Sammler

Carlowitz-Foyer EG

Im Carlowitz-Foyer befinden sich Christa Sammlers Reliefs, die das Erlebnis der Musik einfangen. Es handelt sich um 9 Figuren - 7 davon lebensgroß - aus Aluminiumguss der Kunstgießerei des Verbandes Bildender Künstler der DDR, Berlin.

Künstlerin: Christa Sammler
Jahr: 1974
carlowitz-vulcanus.jpg

Vulcanus

Innenarchitektin Sibylle Kasel:

"Im Tagungsraum ‚Vulcanus‘ wird die Explosion der Gedanken abstrakt durch den roten Teppichboden als die heiß austretende Lava dargestellt. Diese Lava fließt dann gestalterisch über die Wände im Tagungsraum wieder ab und sammelt sich am Boden. Sie erkaltet sozusagen in der Entspannungsphase, trocknet optisch im Carlowitz-Foyer ab und zeigt sich am Boden als grauschwarze Magma mit organisch weißen Übergangslinien. An der Treppe und beim freistehenden Glasaufzug angekommen, entsteht das neue Leben auf einer abgesenkten, bemoosten Fläche von ca. 65 m² in einer Art Oase unter dem indirekt beleuchteten Glasfußboden."